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Andere Länder, andere Jobs

Mit zunehmender Mobilität erstreckt sich die Jobsuche immer öfter auch über die Landesgrenzen hinweg. Nicht immer ist es leicht, im gelernten Beruf eine Anstellung zu finden, wenn man sich dabei auf den heimischen Arbeitsmarkt beschränkt. Dabei gibt in anderen Ländern, auch innerhalb Europas interessante Berufe, die kaum bekannt sind.

Die Schweiz wartet z. B. mit Jobs im Finanzbereich auf, die es aufgrund anderer Gesetzesgrundlagen in Deutschland nicht gibt. Ein Hypothekenberater berät unter anderem bei Finanzgeschäften und Hauskäufen. Da in Deutschland eher gemietet als gekauft wird, gibt es diesen Beruf dort nicht; die Funktion wird von Vermögensverwaltern und Beratern der Banken übernommen.

Auch von Hilfsbuchhaltern hat kaum  jemand hierzulande gehört. Diesen Beruf gibt es in Belgien. Hilfsbuchhalter bearbeiten Rechnungen, Lohnabrechnungen, in der Buchhaltung und leiten durch den belgischen Bürokratiedschungel.

In Großbritannien gibt es spezielle Phlebotologen, bei uns aus früheren Zeiten als Aderlasser bekannt. Ihr Job besteht grundsätzlich in der einfachen Blutabnahme in Krankenhäusern oder Arztpraxen. In Deutschland kann diese Tätigkeit von jedem Mediziner und Krankenhauspersonal mit entsprechender Schulung ausgeführt werden.

bigben2An jedem noch so kleinen Supermarkt gibt es im Vereinigten Königreich Geld-Automaten und sie werden täglich von zahlreichen Menschen genutzt. Zwar hat Deutschland Großbritannien in der Anzahl der Geldautomaten (122,3/100.000 Einwohner) mittlerweile eingeholt; den Job des „Cash Machine Cleaner (ATM Cleaner)“ gibt es hierzulande allerdings noch nicht.

Island ist nicht nur für seine robusten Pferde bekannt, sondern auch für seine langen Winter, zahlreichen Sagengestalten und Elfen. Rund 60% der Isländer glauben fest an die Fabelwesen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Bauamt der Hauptstadt Reykjavík ein neues Amt ins Leben gerufen hat, um große Bauvorhaben vor dem Groll der Elfen abzusichern. Die Elfenbeauftragte fördert ganz nebenbei auch den Fremdenverkehr, denn die extra erstellte Elfenkarte ist ein sehr beliebtes Souvenir.

In China kann man als Europäer in sogenannten „Face Jobs“ gutes Geld verdienen. Chinesische Firmen mieten hellhäutige Models für Business-Meetings oder repräsentative Unternehmensauftritte, um ihrer Firma ein internationaleres Ansehen zu verleihen. Sie schütteln Hände von Geschäftspartnern, oder sitzen lediglich ein paar Stunden täglich an fensternahen Schreibtischen im Büro.

In den USA gibt es einen ganz besonders faszinierenden, aber auch sehr gefährlichen Job. Tornado-Jäger haben sich auf die Verfolgung, Vorhersage und Dokumentation von Wirbelstürmen spezialisiert. Sie fahren in der Tornado-Saison stundenlang über Land, beobachten Ihre Messgeräte und suchen nach den gefürchteten Wirbelstürmen. Sie müssen im entscheidenden Moment am richtigen Ort sein,  um die besten Fotos  und Videos zu machen,  die sie an die Medien weiterverkaufen. Heikel ist hierbei, dass Wirbelstürme nicht nur schnell sind, sondern auch häufig ihre Richtung ändern – aus den Verfolgern können ganz schnell Verfolgte werden!

Natürlich gibt es weltweit viele interessante Jobs und die gegebene Auswahl sehr klein. Aber auch in Deutschland gibt es zahlreiche Jobs zu entdecken, die nicht ganz geläufig sind.

Es ist nicht wichtig, wo oder als was man arbeitet, sei es als Delphin-Trainer oder SchornsteinfegerViel wichtiger ist die Freude am Job.