Durchsuchen Adzuna Blog »

Was macht der Weihnachtsmann im Sommer?

Vielleicht arbeitet hilft er bei der Ernte oder ist Animateur in einem Urlaubsresort. In Saisonjobs kann nur zu bestimmten Jahreszeiten gearbeitet werden. Viele Studenten nutzen die Semesterferien, um sich ein finanzielles Polster aufzubauen, oder Geld für die nächste Reise anzusparen. Für Arbeitslose können Saisonjobs den Sprung aus der Arbeitslosigkeit  und Wiedereinstieg ins Berufsleben bedeuten. Andere überbrücken die Zeit zwischen zwei Jobs, um weitere Fähigkeiten zu erlangen.

Gerade im Agrar- und forstwirtschaftlichen Sektor sind Jobangebote eng mit der Witterung verknüpft: Besonders bei der Erdbeerernte oder in der Spargelsaison werden viele helfende Hände benötigt. In Australien helfen viele junge Menschen im Zuge des Work&Travel-Tourismus bei der Weinernte, um sich so Geld für die nächste Station der Reise zu verdienen. Zu DDR-Zeiten mussten Studenten und Schüler während der „Ernteferien“ im Herbst bei der Kartoffelernte helfen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, denn die Arbeit auf dem Feld ist körperlich sehr anstrengend und die Löhne nicht allzu hoch. Frische Luft und ein Kontrastprogramm zur Büroeintönigkeit bringen dagegen Vorteile.

Genauso wird beim Baumblütenfest in Werder zusätzliches Personal benötigt. Auch auf Messen wie der Grünen Woche gibt es viele zeitlich begrenzte Jobs im Verkauf, Service und als Hostess.

Die Arbeitszeiten in Saisonjobs sind oft länger als in gewöhnlichen Jobs; dafür ist die Bezahlung meist um einiges höher. Die Arbeit ist intensiver und setzt eine hohe körperliche Belastbarkeit und Stressresistenz voraus. Für Saisonjobs auf Schiffen gilt das Gleiche. Hiermit ist allerdings nicht der sogenannte „Härteste Job der Welt“, der Krabbenfischer im Beringmeer gemeint, obwohl die Fischer in den rund 3 Monaten Summen verdienen, von denen andere Saisonarbeiter nur träumen können!

Es geht um die zahlreichen Jobs auf Kreuzfahrtschiffen,deren Besatzungen heute meist weit über 100 Leute zählen. Allein die Queen Mary 2 beschäftigt 1250 Menschen, und sie funktioniert wie eine kleine Stadt. Dabei arbeitet nur ein Fünftel im nautisch-technischen Bereich: Das Angebot reicht von Jobs im Bereich Hotelwesen, Gastronomie, über Masseure, Fitnesstrainer, bis hin zu Musikern und Animateuren. Wer für einige Monate auf Privatsphäre verzichten kann und Lust auf ein paar Monate Ferne hat, ist in diesen Jobs perfekt aufgehoben.

Auch an Land suchen viele Touristenparadiese jedes Jahr nach Animateuren, möglichst mit pädagogischer Ausbildung oder Trainer-Lizenz. Sie sollen Spaß und Beschäftigung für Touristen bieten; zusätzlich gehören Kindertränen-Trocknen und erste Hilfe zum Aufgabenbereich. Angehende Krankenpfleger werden von der gewonnenen Erfahrung später in ihrer Karriere deutlich profitieren können.

Wen es nicht ins Ausland zieht, der begeistert sich vielleicht für einen Promotionsjob in Deutschland. Mit Teamfähigkeit und Offenheit kann man eine Menge Spaß mit den Kollegen haben und lernt die unterschiedlichsten Leute kennen. Flyer-Verteiler und NGO-Vertreter dominieren gerade im Sommer oder vor Weihnachten die heimischen Fußgängerzonen. Die Vergütung ist hier oft besser, als am Fließband zu stehen. Viele Promoter werden auf Erfolgsbasis bezahlt, und von unseriösen Arbeitsvermittlungen sollte man sich fern halten.

Zurück zu den Weihnachtsmännern. Das Studentenwerk Berlin vermittelt schon seit 1949 weiße Bärte an Familien und mittlerweile sind zu den 500 Weihnachtsmännern auch 50 Engel dazugekommen.

 

Ein Saisonjob, sei er auch noch so ungewöhnlich macht sich immer gut im Lebenslauf, bringt viele Erfahrungen und bessert die Portokasse auf.