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5 Tipps, um auf LinkedIn und XING ein Super-Bewerber zu werden

Karrierenetzwerke sind in den letzten Jahren bei der Jobsuche immer wichtiger geworden – sowohl für Kandidaten als auch für Unternehmen, Headhunter und Jobbörsen.  Allerdings machen Karrierenetzwerke nur dann wirklich Sinn, wenn man auch weiß, wie man sie optimal nutzt. Und außerdem stellt sich gerade für deutsche Nutzer immer wieder die Frage: brauche ich nur XING oder soll ich lieber auch noch bei LinkedIn ein Profil haben?

Heute werden wir lernen, wie man auf beiden Netzwerken zum Star-Bewerber wird!

Wichtig: In diesem Blog Post werde ich nicht auf die Grundlagen („Wie bearbeite ich mein Profil?“) eingehen, sondern mich auf ein paar Tipps und Tricks beschränken, welche entweder oft übersehen werden oder wenig bekannt sind, aber einen erheblichen Mehrwert liefern.

Wer nach Basis-Informationen rund um XING und LinkedIn sucht,  wird an vielen Stellen fündig – hier die offiziellen Quellen von XING und LinkedIn:

Offizielle Hilfe von XING zum Profilaufbau

Offizieller LinkedIn Blog mit vielen Tipps

Vorab: Warum wir Zeit in unsere Profile bei Karrierenetzwerken investieren sollten

„Ich weiß nicht wozu ich diese Online-Netzwerke überhaupt brauche!“ Die Reaktion auf diese Aussage dürfte ungefähr so ausfallen:

Picard Riker Doublefacepalm
Das wissen mittlerweile sogar die Klingonen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile sollte auch der Letzte verstanden haben, dass Karrierenetzwerke keine Spielerei einer Minderheit von Kommunikations-Süchtigen ist. Während manche Branchen das Thema noch eher leidenschaftslos angehen, haben andere längst die enormen Vorteile erkannt: man kann neue Geschäftspartner finden, die eigene Marke etablieren und pflegen – und natürlich Jobs finden oder auch von potenziellen Arbeitgebern gefunden werden!

Auch wenn das Thema Active Sourcing – die aktive Ansprache von potenziellen Mitarbeitern von Unternehmensseite – in Deutschland noch relativ neu ist,  investieren Unternehmen zunehmend in diese Recruiting-Kanäle, und dafür sind Karrierenetzwerke die erste Adresse. Wer dort gefunden werden will, sollte sich gut sichtbar machen. Und selbst wenn man sich allem selber aktiv auf der Suche ist, werfen potenzielle Arbeitgeber gerne mal einen Blick auf das Profil des Kandidaten.

Nebenbei bemerkt: ein hochwertiges Profil macht auch einen guten Eindruck bei Geschäftspartnern und den eigenen Kollegen – ein leeres, veraltetes Profil ist schlimmer als gar keins!

XING ist in Deutschland der Marktführer – brauche ich trotzdem noch LinkedIn?

Mit knapp 7 Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum ist XING dort der Platzhirsch; LinkedIn kommt aktuell auf knapp 5 Millionen. Allerdings hat LinkedIn beim Wachstum deutlich zugelegt und expandiert aktuell stärker als XING – nicht zuletzt durch die globale Präsenz, welche XING nach wie vor fehlt und welche wohl auch nicht mehr geplant ist.

Kann man es sich also überhaupt noch leisten, nur auf XING präsent zu sein? Aktuell lautet die Antwort noch: ja, wenn man Geschäftsbeziehungen fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum unterhält. Allerdings trifft dies auf immer weniger Menschen zu, und sollte LinkedIn weiterhin schneller wachsen als XING, dann ist diese Aussage in ein paar Jahren so der so hinfällig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer es wirklich ernst meint mit Networking sollte auf beiden Kanälen funken! Und wie das geht zeigen wir euch hier – los geht’s!

 

Tipp Nr. 1: Job-Titel und Unternehmensname – halte sie immer aktuell

Es gibt sehr viele Profile wo die aktuelle Position nicht korrekt im Profil-Titel eingetragen ist. Die Information kann korrekt im ‚Lebenslauf’-Bereich (Berufserfahrung) eingetragen worden sein, aber das heißt leider nicht, dass es auch automatisch korrekt im Profil-Titel erscheint.

Das ist ein großes Problem!

Denn auch wenn diese Profile in den Suchergebnissen auftauchen, wenn man nach dem Namen des aktuellen Arbeitgebers sucht, steht in der Ergebnisliste eben noch die veraltete Info – was dazu führen kann, dass das Profil ignoriert wird.

Und sogar noch wichtiger: sowohl XING als auch LinkedIn bewerten die Informationen im Profil-Titel höher, sodass diese erheblichen Einfluss auf das Ranking der Suchergebnisse haben: ein Profil mit veralteten Infos im Titel wird bei Suchen nach dem aktuellen Arbeitgeber oder Jobtitel kein gutes Ranking bekommen.

Daher ganz wichtig: die Information im Titelfeld aktuell halten. Dies geht sowohl bei XING als auch bei LinkedIn über die Bearbeiten-Funktion direkt neben dem Profil-Titel (bei XING muss sich der Mauszeiger auf dem Profiltitel befinden damit die Schaltfläche erscheint).

 

Profil-Titel bei LinkedIn
Profil-Titel bei LinkedIn
XING Profil-Titel
XING Profil-Titel

 

Tipp Nr. 2: Relevante Suchbegriffe – SEO für Dein Profil

Wie wird ein Profil auf XING oder LinkedIn gefunden? Klar, über den Namen der Person bzw. den Namen des Unternehmens, aber worüber noch?

Hier zunächst die Gemeinsamkeiten:

  1. Die Schnellsuche ist bei beiden Netzwerken primär zur Suche nach Personen- oder Unternehmensnamen geeignet
  2. Für detailliertere Suchen gibt es die Erweiterte Suche, welche bei XING allerdings nur für Premium-Mitglieder verfügbar ist

Und so sehen die Erweiterten Suchen bei beiden Netzwerken aus:

LinkedIn Advanced Search
LinkedIn Advanced Search
XING Advanced Search
XING Advanced Search

Was mir persönlich besonders aufgefallen ist: bei XING kann man gezielt nach den Einträgen unter „Ich habe“ und „Ich suche“ suchen, während das bei LinkedIn anscheinend nicht so präzise möglich ist – was komisch ist, da man bei LinkedIn sich seine Fähigkeiten sogar von anderen Mitgliedern bestätigen lassen kann (dazu später mehr). Nach meinem Verständnis fließen diese Informationen bei LinkedIn in die Relevanz der Suchergebnisse ein und haben dort Einfluss auf das Ranking.

Was kann man also tun, um bei beiden Netzwerken möglichst gut über Suchbegriffe gefunden zu werden?

  1. XING: „Ich suche“ und „Ich biete“ sollten Schlagworte enthalten, und keine Romane im Fließtext! Am Besten sollte man natürlich die Begriffe eintragen, unter denen man auch gefunden werden möchte: eigene Fähigkeiten bzw. berufliche Interessen.
  2. LinkedIn: Der Bereich „Zusammenfassung“ bietet eine hervorragende Möglichkeit, relevante Suchbegriffe unterzubringen. Dabei sollte man nicht 30 Suchbegriffe planlos zusammenwürfeln („keyword stuffing“), sondern diese in einem aussagekräftigen Text unterbringen.
  3. LinkedIn: zusätzlich sollte man noch seine eigenen Fähigkeiten eintragen, da diese ebenfalls eine Rolle spielen. LinkedIn erlaubt bis zu 50 Einträge – wer weniger macht, reduziert seine Chancen!

Und das ganze hat noch einen weiteren Vorteil: gerade LinkedIn hat ein sehr gutes Google-Ranking, und wer sein Profil sichtbar macht, kann damit dementsprechend gute Google-Rankings erzielen. Das kann bei der Jobsuche zusätzlich helfen!

 

Tipp Nr. 3: Inhalte hochladen – Zeig was Du geleistet hast!

Es ist noch nicht lange her, da hat XING seinen großen Profil-Relaunch hingelegt, und eine der großen Neuerungen war die aktualisierte Profilstruktur, welche nun das Hochladen von Dateien ermöglicht, um Exemplare der eigenen Arbeit zur Schau zu stellen. Diese finden sich im Bereich Portfolio. Als Nutzer kann man hier z.B. Präsentationen o.ä. zur Schau stellen, um sich für zukünftige Projekte zu empfehlen. Auch wenn sich dies wohl primär an die Zielgruppe Freelancer richtet, ist es generell eine gute Idee, da es das Profil noch hochwertiger macht.

Übrigens hat LinkedIn diese Funktion ebenfalls eingeführt, und meines Wissens nach zum einem ähnlichen Zeitpunkt – allerdings ohne zu viel Wirbel zu machen. Bei LinkedIn ist das Hochladen von Daten überall im Profil möglich, sodass man gezielt zu jedem Karriereabschnitt Ergebnisse präsentieren kann. Diese Lösung finde ich zum einen eine gute Idee, auf der anderen Seite sollte man aufpassen, dass die Profilseite dann nicht zu sehr ‚zugemüllt’ wird.

So kann man bei XING Dateien hinzufügen:

XING Portfolio
XING Portfolio

Und so sieht das bei LinkedIn aus:

LinkedIn Content Upload
LinkedIn Content Upload

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tipp 4: Erweitere Dein Netzwerk mit relevanten Kontakten

Dieser Tipp klingt auf den ersten Blick hin etwas banal, aber leider ist er das nicht: viel zu viele Menschen sehen Karrierenetzwerke als einen Ort an, wo sie sich vor allem mit Menschen verknüpfen, die sie bereits kennen – willkommen zum Adressbuch in der Cloud!

Wer sich darauf beschränkt hat den großen Vorteil von Karrierenetzwerken noch nicht verstanden. Sicherlich sollte man die Menschen, die man kennt, in seinen Kontakten haben – aber wirklich spannend wird es doch erst, wenn man XING und LinkedIn dazu nutzt, neue Verbindungen zu knüpfen!

Ein großes Netzwerk mit relevanten Verbindungen macht dabei einen guten Eindruck, gerade auch wenn man selber aktiv potenzielle Arbeitgeber oder Recruiter anspricht. Und natürlich hat die Größe des Netzwerks auch wieder Einfluss auf das Ranking des Profils in den Augen von XING und LinkedIn – der Nutzer wird dadurch wertvoller.

Mittlerweile sind die Vorschläge, welche beide Netzwerke zur Erweiterung des Netzwerks machen, auch wirklich brauchbar geworden, und auf diese Weise kann man sein Netzwerk wirklich schnell auf eine beachtliche Größe bringen!

 

Tipp 5: Bewerbe Dein Profil mit regelmäßigen Updates

Wie kann man sicherstellen, dass man nicht in Vergessenheit gerät? Ganz einfach: man ruft sich in Erinnerung! Wie geht das, ohne mit reiner Eigenwerbung zu nerven? Indem man etwas veröffentlicht, was andere interessieren könnte. Dies geht bei XING und LinkedIn wunderbar einfach:

XING Update
XING Update
LinkedIn Update
LinkedIn Update

Bei all den guten Neuigkeiten gleich eine Warnung vorweg: man sollte Karrierenetzwerke nicht mit Facebook, Twitter etc. verwechseln! Während es bei diesen beiden in Ordnung ist, lustige und persönliche Updates am laufenden Band zu posten, landet man bei XING und LinkedIn schnell in der Kategorie „nervtötend“ und fliegt aus dem Newsfeed – oder im schlimmsten Fall aus der Kontaktliste.

Danke, das reicht jetzt!

Was dagegen sehr gut funktioniert sind News aus der eigenen Branche, Blog Posts etc. – und davon im Schnitt nicht mehr als 3-4 pro Tag. Damit kannst Du zeigen, dass Du ein Kenner Deiner Branche bist, und hältst Dich gleichzeitig im Gedächtnis!

 

So, dass waren meine persönlichen Favoriten, wie man sein XING und LinkedIn noch besser zur Jobsuche nutzen kann – und ich bin mir sehr sicher, dass diese Tipps die Jobsuche bei diesen Netzwerken erleichtern.

Du hast Fragen oder Kommentare? Gerne über Twitter:

Viel Spaß und Erfolg mit XING und LinkedIn!