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Vor allem Berufseinsteiger sind sich dieser Fehler im Bewerbungsgespräch oft nicht bewusst

Da stehst Du also, Deinen Abschluss in der Hand, die ersten Monate in Freiheit nach den harten Prüfungen vor Dir. Vielleicht hast Du Dich schon auf einige Stellen beworben, um gleich richtig durchzustarten und eventuell hast Du Dir auch das ein oder andere Vorstellungsgespräch gesichert. Perfekt!

Da wäre nur noch eine Kleinigkeit zu beachten: Die Arbeitswelt ist vollkommen anders als Du es von der Studienzeit gewohnt bist. In den seltensten Fällen ist es möglich, mit bunten Haaren und überlässigen Klamotten beim Interview aufzukreuzen und zu erwarten, dass der Personalverantwortliche sich auf den ersten Blick in deine Individualität verliebt.

Wusstest Du bereits, dass Körpersprache in einem Interview mindestens genauso wichtig ist, wie das, was du tatsächlich sagst? Dein Auftreten spielt eine bedeutende Rolle, wenn sich Dein Gegenüber ein Bild von Dir macht und ob Du es willst oder nicht, es wird mit Sicherheit sein Urteil beeinflussen.

Welche Kleidung Du trägst, Deine Frisur, Haltung und Dein Gesichtsausdruck verraten einiges über Dich als Person und helfen dem Interviewer so, sich ein Bild von Dir zu machen. So kann dunkle Kleidung autoritär wirken, helle Farben deuten hingegen auf einen Sinn für Humor und Freundlichkeit hin; zu viel Schmuck lässt Dich leicht materiell wirken und Deine Frisur lässt Dich wild, nett oder auch spießig wirken. Kurz gesagt, Dein Auftritt will wohl durchdacht sein.

Deine Körpersprache ist ein wichtiger Faktor des ersten Eindrucks und wird von vielen unterschätzt. Sie zeigt nicht nur, was für eine Art Person Du bist, sondern auch, was für eine Art Angestellter Du sein würdest. Bist Du Dir ihrer bewusst, kannst Du Deinen Gesprächspartner mit Sicherheit viel einfacher von Dir überzeugen. Hier haben wir sechs Tipps für Dich aufgelistet, die Du im Hinterkopf behalten solltest.

1. Dein erster Eindruck beginnt früher als Du denkst

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Wenn Du denkst, erst auf los geht’s los, liegst Du leider falsch. Höchst wahrscheinlich stehst Du von dem Moment an unter Beobachtung, in dem Du das Gebäude betrittst – wer weiß ob der Herr im Fahrstuhl nicht vielleicht Dein potentieller zukünftiger Chef ist? Du solltest also von Anfang an möglichst ruhig, gelassen und selbstsicher auftreten, was auch bedeutet nicht im Wartezimmer nochmal nervös durch Deine Bewerbungsunterlagen zu blättern. Auch der Gang zum Interview Raum ist dabei wichtig. Anstatt auf den Boden zu starren, als wärst Du auf dem Weg zu Deiner Kreuzigung, solltest Du versuchen andere im Vorbeigehen freundlich anzulächeln und das Schritttempo der Person, die Dich hinein führt, zu imitieren. Das kann dabei helfen, den Eindruck zu festigen, dass Du Dich leicht an Dein Arbeitsumfeld anpassen kannst. Wenn Du den Raum dann betrittst, ist es wichtig, dass Du nicht eingeschüchtert wirkst, sondern mit Selbstüberzeugung gegenüber trittst.

2. Der Handschlag sagt viel über eine Persönlichkeit aus 

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Hier kannst Du wirklich Fehler in beide Richtungen machen, der goldene Mittelweg ist Dein Ziel. Ein kräftiges Händeschütteln zeigt Selbstsicherheit und Wärme… aber bitte ohne gleich die Knochen Deines Gegenübers zu brechen! Genauso schlimm kann es aber sein, die Hand des anderen kaum zu berühren oder Deine nur schlapp hinein zu legen. Das kann als Zeichen von Schwäche und Unsicherheit aufgenommen werden. Hast Du das Gefühl, Du kannst Deine Kraft nicht gut genug einschätzen, kannst Du vorher einfach mit einem Freund üben, um sicher zu sein – hoffentlich ohne Verletzte.

3. Der Raum ist auf keinen Fall interessanter als der Interviewer

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Augenkontakt halten ist ein extrem wichtiger Punkt, da es Deinem Gesprächspartner zeigt, dass das Du interessiert, vertrauenswürdig und selbstsicher bist. Wenn Du hingegen Deinen Blick durch den Raum wandern lässt oder Deine Finger anstarrst wirkst Du nervös oder als hättest Du etwas zu verbergen. Gleichzeitig solltest Du es aber auch nicht übertreiben und den Interviewer übertrieben fixieren – das ist nicht nur etwas gruselig, sondern kann als aggressiv interpretiert werden!

4. Auch wenn der Stuhl bequem ist, Du sitzt nicht auf Deinem Sofa

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Eine geknickte Haltung auf dem Stuhl lässt Dich faul wirken, machst Du es Dir zu sehr im Sessel bequem, kommst du eventuell arrogant rüber. Achte stattdessen stets darauf eine aufrechte Haltung zu bewahren und Dich eventuell leicht nach vorn zu lehnen, um interessiert auszusehen. Außerdem stütze auf keinen Fall Deinen Kopf auf Deinen Händen auf, das sieht aus, als wärst Du kurz vor dem Einschlafen.

5. Mit Deinen Händen kannst Du die Wirkung Deiner Worte unterstützen

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Deine Hände unter dem Tisch zu verstecken, lässt dich unsicher und nervös wirken und auch die Arme zu überkreuzen wird eher als Abwehrhaltung aufgenommen. Sitze stattdessen mit den Handflächen nach oben, das vermittelt eine ehrliche und positive Einstellung. Deine Gestiken sollten nicht unnatürlich wirken oder übertrieben eingesetzt werden, können aber helfen, Deiner Geschichte mehr Dynamik zu geben und Deinen Gegenüber in das was Du sagst zu verwickeln. Vermeide es allerdings unbedingt, mit Deinen Haaren oder auch einem Stift herum zu spielen, das könnte deinen Interviewer ablenken.

6. Bleib auf dem Boden

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Wenn Du beide Füße fest auf dem Boden hältst, hilft Dir das, laut einer wissenschaftlichen Studie, klarer zu denken. Die Sicherheit des festen Untergrunds hilft scheinbar dabei, komplexe Fragen zu beantworten und verbessert die Koordination zwischen kreativem Denken und komplexem rationalem Denken.

Ein Bonus Tipp, um diese Fehler zu erkennen und Dir klar zu machen, wie Du auf Deinen Gegenüber wirkst, ist Dich beim Beantworten einiger Interview Fragen zur Vorbereitung zu filmen. Dadurch wirst Du Dir nicht nur Deines Auftretens bewusst, sondern kannst Dir auch aus der Perspektive Deines Gegenübers ein Bild von deiner Körpersprache machen. Am besten fragst Du dazu einen Freund oder Verwandten, ob er oder sie als Dein Interview Partner einspringen kann. Anfangs ist es vielleicht etwas unangenehm und wirkt lächerlich, aber je länger Du das Testgespräch durchziehst, desto wahrscheinlicher vergisst Du die Situation und kannst einen riesen Nutzen daraus ziehen.

Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Bewerbungsgespräch!