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Vorstellungsgespräch: andere Länder – andere Sitten

Dort zu arbeiten, wo andere ihren Urlaub machen ist der Traum vieler. Diejenigen, die diesen Traum verwirklichen wollen, erwartet allerdings oft ein anspruchsvoller Bewerbungsprozess, der neben den üblichen Anforderungen, wie ausreichend Background-Informationen über Markt und Unternehmen, insbesondere kulturelle Kompetenz erfordert. Gerade im Vorstellungsgespräch können einige kulturell bedingte Fettnäpfchen lauern. Deshalb ist es sehr wichtig, sich mit der Kultur des jeweiligen Landes auseinander zu setzen.  Die folgenden vier Verhaltensmerkmale können bei einem Vorstellungsgespräch im Ausland auf Bewerber zukommen:

Asien:
In asiatischen Ländern kann dauerhafter Augenkontakt ein Zeichen mangelnden Respekts bedeuten. Anders als in vielen deutschen Interviewsituationen kommt hier ein Auftreten, das zu viel Selbstbewusstsein und Überzeugung von der eigenen Person ausstrahlt, nicht immer gut an. Dagegen bescheren Bescheidenheit und längere Denkpausen vor einer wohldurchdachten und präzisen Antwort Pluspunkte.

Europa:
In Europa stehen Initiative und Ideen hoch im Kurs. Es wird Wert auf klare, objektive Antworten und die Unterordnung des Bewerbers in das hierarchische System gelegt. Dennoch sollte sich der Kandidat stets selbstsicher und selbstbewusst präsentierten. Andernfalls kann der Kandidat schnell den Eindruck vermitteln, den geforderten Aufgaben nicht gewachsen zu sein.

Amerika:
Vorstellungsgespräche in den USA variieren stark je nach Unternehmenskultur und Persönlichkeit des Interviewers. Dennoch steht auch hier die Selbstvermarktung an erster Stelle. Zögerlichkeit und Bescheidenheit haben hier keinen Platz, wohingegen Spontanität, beispielsweise in Form von kompetenten Reaktionen auf plötzliche Themenwechsel oder kurzfristige Terminzusagen, positiv bewertet werden.

Lateinamerika:
Unterdessen erwarten Arbeitgeber in Lateinamerika ein sehr authentisches Auftreten des Bewerbers. Deshalb werden Themen wie familiäre Situation, schulischer und sozialer Hintergrund oder gemeinsame Freunde oftmals ausführlich besprochen. Ein ausgeprägter Sinn für Etiquette und Dankbarkeit sind erwünscht.

Wer sich trotz Kultur-Recherche noch immer nicht ausreichend vorbereitet fühlt, kann sich folgende Fragen stellen:

– Was beeindruckt den Interviewer?

– Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um mich gegenüber lokalen Arbeitgebern glaubhaft zu präsentieren?

– Gelten diese Anforderungen auch für die dort ansässigen Bewerber?

– Inwiefern unterscheiden sich diese Anforderungen von dem, was ich bisher erfahren habe?

– Wie kann ich mein bisheriges Verhalten an die landestypischen Anforderungen anpassen, um zu überzeugen?

Wer die Eigenheiten des Ziellandes beachtet, kann nicht nur mit einer guten Vorbereitung punkten, sondern auch mit den Feinheiten der interkulturellen Kompetenz.
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Quellen und weitere Infos:
http://fordschool.umich.edu/downloads/InterviewCrossCultures.pdf

http://www.access.de/karriereplanung/karriere-tipps/bewerben-im-ausland-5398

http://news.efinancialcareers.com/de-de/148217/was-westliche-bewerber-in-asiatischen-vorstellungsgesprachen-so-alles-falsch-machen/