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Die 10 gefährlichsten Jobs der Welt

Der Stress verursacht schlaflose Nächte, der Bürostuhl ist nicht ergonomisch und in der Kantine gibt es nur kalorienhaltige Fertiggerichte – keine Frage, euer Job ist nicht gerade gut für eure Gesundheit. Doch es gibt Menschen auf der Welt, die in ihrem Beruf jeden Tag ihr Leben auf’s Spiel setzen. Wir haben sie für euch gefunden: Die Top 10 der gefährlichsten Jobs der Welt.

#1 Gerüstbauer

Gerüstbauer befinden sich täglich über mehrere Stunden in luftiger Höhe. Verlieren sie einmal den Halt, sei es durch Schwindelanfälle, Stolpern oder Windböen kann es schnell zu schweren sowie tödlichen Unfällen kommen. Beinahe die Hälfte aller Gerüstbauer sind bereits vor Eintritt ins Rentenalter berufsunfähig. Auch die Gerüste selbst können in sich zusammenbrechen und die Arbeiter unter sich begraben. 

#2 Busfahrer in Guatemala City

Der lateinamerikanische Staat Guatemala hat eine der höchsten Mordraten weltweit, denn das organisierte Verbrechen ist hier an der Tagesordnung. Um die soziale Ordnung zu destabilisieren und somit die Regierung zu schwächen, ermordeten Banden innerhalb von 10 Jahren über 1300 Busfahrer in der Hauptstadt Guatemala City. Sie fordern die gesamten Tageseinnahmen und eine regelmäßige Schutzgeldzahlung von umgerechnet bis zu 6600 Euro wöchentlich. Wer diese nicht ausrichten kann, muss um sein Leben fürchten. Obwohl sich die Lage seit der Einführung des bargeldlosen Zahlens in Bussen und verstärkter Polizeikontrollen verbessert hat, bleibt der Job des Busfahrers lebensgefährlich.

#3 Pilot

Obwohl die Lebensgefahr beim Autofahren viel größer ist als beim Fliegen, hat der Beruf des Piloten das fünftgrößte Todesrisiko. Die Zahl der tödlichen Unfälle liegt bei ca. 20 pro Jahr. Piloten müssen voll konzentriert sein und über außerordentliche Fähigkeiten in Mathematik und Physik verfügen, denn schon ein einziger Fehler kann fatale Folgen haben. Studien haben zudem gezeigt, dass das Hautkrebsrisiko bei Piloten und Bordpersonal aufgrund der erhöhten Sonneneinstrahlung, ohne den natürlichen Schutz der Atmosphäre, doppelt so groß ist, wie bei der durchschnittlichen Bevölkerung. pexels-photo-1

#4 Feuerwehrmann

Während alle Menschen vor Feuer und Fluten um ihr Leben rennen, rückt die Feuerwehr an, um die Naturgewalten zu stoppen. Die größte Gefahr geht dabei aber nicht von den Flammen sondern von einstürzenden Gebäuden aus. Ihre Maxime, die Leben der Menschen zu schützen, kann ihnen selbst zum Verhängnis werden. So starb Mitte diesen Jahres ein Feuerwehrmann in Deutschland als er versuchte, einen Mann vor dem Ertrinken zu retten.

#5 Schwefelstecher in Indonesien

Was für die einen ein Abfallprodukt ist, ist für die anderen das täglich Brot. Um an den chemischen Stoff zu kommen, müssen die Schwefelstecher in aktive Vulkane steigen. Dabei sind sie kaum geschützt und tragen lediglich ein dünnes Tuch um die Mundregion, um sich vor den giftigen Dämpfen zu schützen. Unter diesen miserablen Arbeitsbedingungen verlieren sie regelmäßig das Bewusstsein und erleiden schlimme Spätfolgen. Die Lebenserwartung der Arbeiter liegt bei 50 Jahren – 10 Jahre unter dem Landesdurchschnitt. Das Schlimme daran: Diese Art der Schwefelgewinnung ist überhaupt nicht mehr nötig, denn in Industrieländer gibt es Schwefel im Überfluss.

#6 Entwicklungshelfer und Arzt in Krisengebieten

Obwohl in der Genfer Konvention u.a. das Recht des Feindes auf medizinische Behandlung festgeschrieben ist,  befeuern die Truppen der Konfliktparteien in Kriegsgebieten immer wieder auch Krankenhäuser und humanitäre Organisationen. Laut dem „Aid Worker Security Report“ wurden 2014 weltweit 329 Helfer verletzt, entführt oder getötet. Vor allem in Ländern wie Afghanistan, Syrien und Südsudan müssen sie mit täglichen Angriffen rechnen. Die Täter profitieren von der internationalen Aufmerksamkeit solcher Attacken und von Lösegeldzahlungen bei Geiselnahmen. Um für eine bessere Welt einzutreten, riskieren die Helfer dennoch täglich ihre Leben.

police-fog-seaside-38442#7 Polizist

Unser Freund und Helfer muss oft die undankbarsten Aufgaben im Joballtag erledigen. Polizisten wissen nie, was sie erwartet, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden. Pro Jahr kommen in Deutschland circa fünf Polizisten ums Leben. Viele Polizisten leiden zudem an psychischen Erkrankungen- hervorgerufen durch traumatische Erlebnisse oder emotional belastende Situationen im Arbeitsalltag. Ein besonders großes Berufsrisiko haben Polizisten in Mexiko. Aufgrund ihrer oft schlechten Ausbildung und geringen Löhne sind sie anfällig für Korruption und oft in Drogengeschäfte involviert.

#8 Bergarbeiter in China

Immer wieder erfährt man in den Nachrichten von Unglücken in chinesischen Bergwerken. In China sterben mehr Kumpel als in jedem anderen Land der Welt. Meist sind ungenügende Sicherheitsvorkehrungen oder die mangelnde Umsetzung von Vorschriften für die Arbeitssicherheit schuld an schrecklichen Unfällen.

#9 Hochseefischer

fisherman-network-boat-sea-51005Wieso der Beruf des Hochseefischers als einer der gefährlichsten erachtet wird, hat mehrere Ursachen. Die größte Gefahr geht von Naturgewalten aus. Die Fischer müssen 100 Kilo schwere Netze bei Wind und Wetter auf dem glatten Deck einholen. Bei stärkerem Wellengang kann es passieren, dass dabei Crewmitglieder über Bord gehen. Darüber hinaus sind die Fischer in manchen Gebieten wie den Philippinen auch der Bedrohung durch die konkurrierende Fischer ausgesetzt, die nicht scheuen, ihren Fang mit Waffengewalt zu verteidigen.

#10 Baumfäller

Die Kombination aus schwindelerregenden Höhen, fallenden Baumstämmen und scharfen Schneidegeräten macht den Beruf des Baumfällers zu einem der gefährlichsten weltweit. Nicht zu vergessen sind dabei die schwankenden Wetterbedingungen vieler Einsatzorte. Jährlich sterben weltweit rund 82 von 100.000 Baumfäller bei der Arbeit.

 

 

https://www.derneuemann.net/top-10-gefaehrlichsten-berufe/5082
http://info.arte.tv/de/guatemala-busfahrer-todesgefahr
http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/diese-jobs-erfordern-mut-die-zehn-gefaehrlichsten-berufe-der-welt/8580168.html#image
http://all-that-is-interesting.com/dangerous-jobs
http://www.zeit.de/2010/19/Indonesien-Schwefelstecher/seite-2
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hautkrebs-piloten-und-flugbegleiter-haben-deutlich-erhoehtes-risiko-a-989711.html
https://www.welt.de/reise/article147529280/Mit-der-Lufthansa-wuerde-ich-mich-nicht-fuerchten.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/gewalt-gegen-entwicklungshelfer-zwischen-den-fronten/12992266.html
http://www.welthungerhilfe.de/sicherheit-risiko-arbeiten-als-entwicklungshelfer.html
http://www.weltderwunder.de/artikel/das-sind-die-zehn-gefaehrlichsten-jobs-der-welt