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Warum Frauen nicht für Frauen arbeiten wollen

Viele Frauen geben an, dass sie lieber einen männlichen statt einen weiblichen Chef haben. Und das behaupten sie sogar, ohne jemals für eine Frau gearbeitet zu haben. Warum ist das so? Sind Frauen tatsächlich die schlechteren Führungskräfte?

Stereotypen

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Frauen antworten auf diese Frage oft undurchdacht und leichtfertig, weshalb ihre Aussagen primär auf Stereotypen basieren. Das beginnt damit, dass Männer im Vergleich zu Frauen immer noch stärker in der Rolle des Anführers gesehen werden. Oft ist es durch die Erziehung und gesellschaftliche Einflüsse einfacher für sie, einen männlichen Boss zu akzeptieren. Aus diesem Grund fällt es Frauen leichter, Anweisungen und Aufgaben von einem Mann anzunehmen.

Konkurrenz

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Da eine weibliche Vorgesetzte ihr eigenes Interesse über das ihrer Kolleginnen stellen könnte, glauben Frauen, dass ein Mann sie eher auf der Karriereleiter voran bringen kann. Dieses Konkurrenzdenken lässt sie auch glauben, dass ein weiblicher Boss sich verunsichert oder bedroht fühlen könnte, wenn sie sehr gute Arbeit leisten und ihnen deshalb absichtlich Hindernisse in den Weg gelegt werden könnten.  

Netzwerke

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Wer wachsen will braucht gute Kontakte. Viele Frauen glauben, dass männliche Führungskräfte besser vernetzt sind als weibliche. Das liegt daran, dass Frauen der Zugang zu dem inneren Führungszirkel der Männer noch immer erschwert wird.

Professionalität

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Frauen zweifeln auch die Professionalität und Arbeitsweise der weiblichen Führungskräfte an. Sie befürchten, dass Chefinnen emotional oder unausgeglichen sein könnten und sie zwangsweise mit deren Launen oder persönlichen Probleme konfrontiert werden. Außerdem wird Frauen ein autoritärer und detailorientierter Führungsstil nachgesagt, weshalb manche Frauen befürchten, eine Chefin würde Ihnen keine freie Hand lassen.  

Männer hingegen teilen diese Wahrnehmung von Frauen in Führungspositionen oft nicht. Tatsächlich haben viele eine durchaus positive Erfahrung mit weiblichen Vorgesetzten gemacht. Männer sind vor allem von den Fähigkeiten, der Emphatie und der einnehmenden Art der Frauen überzeugt. Außerdem finden sie, dass Frauen individueller auf die Angestellten eingehen und effektiver arbeiten. Die Autoren Michael Guerian und Barbara Annis (Leadership and the Sexes) gehen davon aus, dass Männer aufgrund der Urinstinkte viel empfänglicher für Hierarchien sind als Frauen. Dafür spricht auch, dass viele Frauen empfinden, dass weibliche Führungskräfte netter zu Männern sind als zu Frauen.

 

‘Frauen in Führungspositionen. Barriere und Brücken’ – Bmfsfj
‚I don’t want to work for a female boss‘ – linkedin
‘Warum wollen Frauen keine Frau als Chef’ –  Frauenzimmer