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Was tun, wenn SIE mehr verdient?

In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau mehr verdient als ihr Ehemann sehr gering. Nur langsam hat sich das wirtschaftliche und kulturelle Klima gewandelt. Aus unterschiedlichen Gründen sind Frauen heutzutage häufiger Allein- oder Hauptverdiener der Familie. Doch es scheint, als ob sich die Idee vieler Männer von der Rollenverteilung in einer Beziehung dem Wandel noch nicht angepasst hat. Sie geben ihre finanzielle Verantwortung nur selten dankend ab. Im Gegenteil – es kann an ihrem Ego nagen und das wiederum nagt an der Beziehung. Je traditioneller die Einstellung des Mannes zum Thema Ehe und Familie, desto unwohler fühlt er sich, wenn seine Frau mehr verdient als er. Doch selbst Verfechter der Gleichberechtigung haben manchmal Ihre Probleme damit, wenn sie finanziell von der Ehefrau überholt werden.

Die folgenden Tipps können dabei helfen, diesen emotionalen Konflikt im Inneren eines Mannes zu beruhigen.

Kommunikation muss respekt- und rücksichtsvoll sein. Es ist einfach, den Frust am Partner statt an der eigentlichen Situation raus zu lassen. Wenn Spannungen und Resignation wachsen, darf nicht vergessen werden, dass man in dieser Situation nicht alleine steckt.

Wenn SIE mehr verdient weil ER seinen Job verloren hat, sollte Mann alles mögliche versuchen, um einen Job zu finden. Die Jobsuche selbst muss als eigener Job betrachtet werden, inklusive früh Aufstehen, Anziehen und Mittagspausen. Indem ein temporärer Minijob angenommen wird, kann die Partnerin finanziell unterstützt und gleichzeitig weiter nach einem richtigen Job gesucht werden.

Die Rollenverteilung muss geklärt werden: Finanzielles Ungleichgewicht zwischen Partnern kann Feindseligkeit entstehen lassen, besonders, wenn Frauen die Alleinverdiener sind. ER kümmert sich vielleicht nicht so um Haus und Kinder wie sie sich das vorstellt, SIE hat womöglich Schwierigkeiten, mit dem finanziellen Druck umzugehen. Legt eure Rollen fest und vergesst dabei nicht, dass es in den meisten Fällen kein Richtig oder Falsch gibt, sondern lediglich Meinungen und Erfahrungen.

Seid bescheiden. Sind die Rollen verteilt, müssen beide Partner täglich ihre Aufgaben und Pflichten gewissenhaft erfüllen. Sei es auf der Arbeit oder Zuhause – jeder trägt etwas anderes zum Familienleben bei. Dennoch muss jeder Beitrag mit Bescheidenheit entgegengebracht werden.

Erstellt einen Ehe- und Familienplan. Arbeite daran, deine Rolle in der Familie in Zukunft anzunehmen. Ein gemeinsam erstellter Plan ist dabei sinnvoll, egal ob er 1, 5 oder 10 Jahre abdeckt. Etwas zu haben, an dem beide festhalten können, hilft dabei, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Werde dir über den kulturellen Einfluss auf deine Identität bewusst. Wenn der Mann seinen Job verliert und er damit auf das Einkommen der Partnerin angewiesen ist, nagt das an seinem Ego. Er fühlt sicher weniger wert als andere Männer, die ihre Familie selbst ernähren können. Umgekehrt müssen sich auch viele Alleinverdienerinnen mit Kritik konfrontiert sehen: Was ist ist falsch mit dir? Liebst du etwa deine Kinder nicht? Doch das sind alles externe Erwartungen und Einflüsse, nicht das Gesetz. Wenn SIE das größere Gehaltspotenzial hat oder ER ein besserer Hausmanager ist, dann sollten diese Stärken ausgespielt werden.

Letztendlich entscheidet jedes Paar für sich selbst, ob es sich auf einer Wellenlänge begegnet, oder nicht. Schließlich zählt nicht nur der finanzielle Beitrag jedes Partners, sondern auch, welcher Beitrag an Zeit und Energie geleistet wird.

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