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Führung von unten

Beim Wort „Führungsstil“ denken die meisten Menschen an die klassische Führung von oben, also die Art und Weise wie Vorgesetzte ihre Mitarbeiter anleiten und fördern. Es geht jedoch auch anders. Als Führung von unten, auch „Cheffing“ genannt, wird laut Jochen Mai (Karrierebibel) die bewusste und gezielte Einflussnahme von Mitarbeitern auf deren Chefs bezeichnet. Dies führt dazu, dass die hierarchisch niedriger gestellten Mitarbeiter das Verhalten ihres Vorgesetzten in ihrem Sinne beeinflussen, wovon beide Seiten profitieren.

Tipps für die gelungene Führung von unten seht Ihr hier.

  • Verstehe wie dein Chef tickt

Das ist die oberste Regel. Indem du seine Persönlichkeit und Verhalten beobachtest und analysierst, erkennst du schnell typische Muster und Reaktionen auf die du mit der Zeit besser reagieren kannst.

  • Lobe deinen Vorgesetzten

Chefs sind auch nur Menschen und freuen sich wie alle anderen über ehrliches Lob. Hinzu kommt, dass Lob positives Verhalten bekräftigen kann, so dass er es beim nächsten Mal genau so macht, wovon das Team profitiert.

  • Lass deinen Chef gut aussehen

Klar, es ist wichtig, dass du dein eigenes Licht nicht unter den Scheffel stellst. Gleichzeitig aber solltest du darauf achten, dass auch dein Chef durch die von dir erledigte Arbeit gut dasteht. Wenn du hin und wieder ihn die von dir stammenden Erfolge oder Lösungen für Probleme präsentieren lässt, lässt ihn das gut dastehen.

  • Beweise deine Loyalität

Egal, wie gut du in deinem Job bist, ob du deinen Chef beeinflussen kannst, hängt vor allem davon ab, wie sehr er dir vertrauen kann. Hat er das Gefühl, dass du ihm bei der nächsten Gelegenheit in den Rücken fallen wirst, wird es sehr schwer sein, ihn zu beeinflussen. Dazu gehört auch, dass du ihn unter keinen Umständen blamieren solltest.

  • Sei interessiert

Durch firmeninterne Hierarchien sind die wenigsten Chefs mit ihren Mitarbeitern wirklich befreundet, doch regelmäßiger Austausch über Urlaubspläne oder das vergangene Wochenende wirken sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre aus.

 

Ein Tipp zum Schluss: Du darfst den Bogen nicht überspannen! Chef bleibt Chef. Die Einflussnahme sollte unterschwellig, aber auch offen stattfinden, so dass dein Chef nie das Gefühl hat, seine Autorität zu verlieren. Den Vorgesetzten hinterrücks beeinflussen zu wollten geht höchstwahrscheinlich nach hinten los.