Die Gattung der Faulpelze ist in keinem Betrieb beliebt, weder bei den Kollegen, noch bei der Geschäftsleitung. Allerdings haben sie den Fleißigen und den Strebern eines voraus: sie leiden so gut wie nie unter dem Burnout-Syndrom. Eine genaue Definition des Begriffs ist ebenso unmöglich, wie eine exakte Zuordnung der Symptome, wenngleich dies immer wieder versucht wird. Daher kommt es auch zu konträren Lösungsvorschlägen des Problems. Das Glas zum Löschen des Burnout Problems ist je nach Blickwinkel halb voll, oder halb leer.
Es ist allgemein bekannt, daß Stress und Überbelastung am Arbeitsplatz physische und psychische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben, die bei Nichtbeachtung zu chronischen Erkrankungen führen können. In der heutigen Zeit sind weit mehr Arbeitnehmer vom Burnout bedroht als allgemein angenommen wird. Die jährliche Umfrage „Gute Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) belegt diese These. Die Ansätze, wie man das Problem vermeiden kann, gehen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften naturgemäß auseinander. Der DGB plädiert für Maßnahmen zur Prävention, während die Unternehmen das Prinzip „Stressbewältigung durch Konditionstraining“ favorisieren. Da werden dann lieber schon Mal Yogakurse, Autogenes Training und Turnübungen am Arbeitsplatz angeboten.
Ergebnisse der Befragung:
Interessant sind auch Umfrageergebnisse des Marktforschungsinstituts GfK, wonach 85% der Arbeitnehmer 2011 trotz Stress angeben: Meine Arbeit macht mir Freude. 2008 waren nur 79% der Befragten derselben Auffassung.
Nun gibt es Berufe, in denen Stressphasen zum Alltag gehören. Dazu zählen Militär Piloten, Feuerwehrmänner, Polizisten oder Unfallärzte. Diese Berufsgruppen sind zumeist auf Stresssituationen vorbereitet und die Betonung liegt auf „Phasen“. Bei Börsenmaklern, Anwälten und Journalisten in einer Lokalredaktion, sieht die Situation anders aus. Sie stehen oft täglich unter immensem Termindruck und müssen meist mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. In so einem beruflichen Umfeld ist man besonders gefährdet, da der Dauerstress zum Alltag gehört.
Ursachen
Natürlich gilt chronischer Stress als die Hauptursache für einen Burnout. Aber auch individuelle Umstände, wie finanzielle Probleme, Unzufriedenheit mit dem sozialen Status, Erwartungen anderer Personen an einen selbst und nicht zuletzt die wachsenden Anforderungen der modernen Arbeitswelt, erweisen sich als gutes Brennmaterial auf dem persönlichen Scheiterhaufen.
Wie erkennt man, ob man Burnout gefährdet ist?
Wie bereits erwähnt, sind die Anzeichen nicht eindeutig. Zu den häufigsten Beobachtungen zählen jedoch einige Kernsymptome: subjektive Leistungsabfälle, erhöhte Aggressivität, Erschöpfung, psychische Veränderungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Sozialer Rückzug und akutes Desinteresse an der Arbeit.
Hilfe und ausführliche Informationen zum Thema
Der Burnout-Experte Matthias Burisch rät: „Erinnern Sie sich immer wieder daran, dass Sie Ihrem Arbeitgeber zwar einen Teil Ihrer Zeit und Energie vermietet, aber nicht Ihr ganzes Leben verkauft haben. Mehr dazu hier
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