Das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen, du hast keinen Kaffee über den Personaler geschüttet und alles was jetzt noch fehlt ist die Rückmeldung der Firma! Anstatt jetzt jedoch auf heißen Kohlen zu sitzen und tagelang Däumchen zu drehen solltest du ein Dankschreiben verfassen. Diese Praxis wird noch immer sehr unterschätzt und ist deswegen kaum verbreitet. Die klaren Vorteile eines solchen Schreibens und wie du es richtig anstellst sieht du hier.
- Du setzt dich stärker von den anderen Bewerbern ab. Da Dankschreiben wie erwähnt immer noch nicht von vielen Bewerbern genutzt werden bleibst du dem Personaler besser im Gedächtnis, wenn du dich für das Interview bedankst.
- Du hast Gelegenheit, noch einmal deine Stärken zu betonen. Falls du das Gefühl hast, während des Gesprächs eine Frage unzureichend oder falsch beantwortet zu haben, hast du jetzt noch einmal Gelegenheit, deine Antwort zu korrigieren und dich in ein besseres Licht zu rücken.
- Du zeigst besonderes Interesse an der Stelle und wirkst besonders motiviert. Wer sich die Zeit für ein Dankschreiben nimmt zeigt, dass er die Stelle wirklich will und sorgt damit für einen guten zweiten Eindruck. Manche Kandidaten entscheiden sich nach einem Interview, dass sie an der Stelle nicht wirklich interessiert sind, deswegen ist es gut, wenn du dein Interesse noch einmal betonst.
Andererseits kann ein Dankschreiben auch nach hinten losgehen, wenn du z.B. aufdringlich wirkst oder wiederholt leere Phrasen benutzt. Deswegen solltest du beim Formulieren des Dankschreibens die folgenden Punkte im Kopf behalten:
- Der Empfänger: Richte Dein Schreiben an die Person, die das Interview mit Dir geführt hat.
- Nenne Gesprächspunkte, die dir besonders positiv in Erinnerung geblieben sind. Vermeide jedoch überflüssige Schmeicheleien!
- Genau wie die Bewerbung muss ein Dankesbrief individuell an die Firma angepasst werden. Vermeide Standardfloskeln, die es so aussehen lassen, als hättest du denselben Brief an 10 Firmen auf einmal geschickt.
- Klar, ein Dankschreiben bietet die perfekte Gelegenheit, noch einmal deine Stärken hervorzuheben. Lobe dich jedoch lieber nur subtil, ansonsten schießt du schnell übers Ziel hinaus. Dein potentieller Arbeitgeber soll nicht das Gefühl haben, dass du dir einbildest, die Stelle schon sicher zu haben.
- Timing: Wenige Stunden nach dem Gespräch schon die Dankmail zu schreiben wirkt laut Christian Püttjer ein bisschen zu engagiert, während eine Woche als faul angesehen werden wird. 1-2 Tage sind ideal!
Ein kleiner Tipp noch: Ein Dankschreiben ist schön und gut, aber ruhe dich nicht darauf aus! Nutze die Wartezeit bis zur Rückmeldung damit, dich auch bei anderen Firmen zu bewerben.