Ungeachtet der Tatsache, dass man in unterschiedlichen Berufen über verschiedene Fähigkeiten verfügen muss, ist es für Arbeitnehmer oft schwer nachvollziehbar, wenn man bei gleicher Ausbildungsdauer und Arbeitsleistung erheblich weniger verdient als andere Berufstätige. Das Gehaltsgefälle ist jedoch von mehreren Faktoren abhängig. Neben dem Geschlecht kommt es unter anderem darauf an, in welcher Branche man arbeitet, ob diese tarifgebunden ist und an welchem Standort man diese Tätigkeit ausübt. Friseure und Friseurinnen verdienen nach dreijähriger Ausbildung durchschnittlich 15.800 Euro pro Jahr, während Fleisch- und Wurstwarenhersteller/Innen nach gleicher Ausbildungsdauer im Schnitt 23.350 Euro Jahresgehalt beziehen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bestimmte Branchen aufgrund eines geringeren Ansehens in der Bevölkerung schlechter bezahlen als andere. Am Grad der Befähigung und Anforderungen an physische und intellektuelle Kompetenz kann es beim Vergleich der genannten Berufsgruppen doch wohl nicht liegen.
Es scheint, wer sich für den falschen,- weil niedrig angesehenen- Ausbildungsberuf entscheidet, erlebt einen Fehlstart ins Berufsleben.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf Durchschnittsgehälter aus verschiedenen Quellen.




