In George Orwells 1945 erschienenen Roman „Farm der Tiere“, geht es um die Erhebung der Tiere auf einer Farm, gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers. Sie stellen sieben Gebote auf, nach denen alle Tiere gleich sind. Das geht gut, bis die Schweine auf Vorherrschaft drängen. Ihr Argument ist: „Alle Tiere sind gleich,- Aber manche sind gleicher.“
Was das mit Ihrem Gehalt zu tun hat? Ganz einfach, es kommt nicht so sehr darauf an, was Sie beruflich machen, sondern wo Sie der Tätigkeit nachgehen. Die Jahrtausende alte Forderung, nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, hat sich bis heute nicht durchsetzen können. Um es mit Orwells Worten zu sagen: Einige Gehälter sind wesentlich „gleicher“ als andere. Beliebte Argumente der Fürsprecher dieses Systems sind ein vorhandenes „Nord-Süd-Gefälle“, oder gar ein „Ost-West-Gefälle.“ Sie wohnen also in der falschen Stadt, oder Sie haben einfach nur das falsche Geschlecht. Und wenn es gar nicht mehr anders geht, wird man Ihnen vorwerfen, das Gleichheitsprinzip grenzt an Sozialismus. Die eindeutigen Verlierer beim Gehaltsgefälle sind die Frauen! Die Ungleichheit in der Entlohnung führt dazu, daß eine Angestellte in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber ihrer Berufskollegin in Hessen, im schlimmsten Fall mit bis zu einem Drittel weniger Gehalt rechnen muß.

Will man das ganze philosophisch betrachten, kommt man zur berühmten Frage: was war zuerst da? Die Henne, oder das Ei? In einer ländlichen Gegend, in der plötzlich ein Flughafen entsteht, werden die Kosten für Mieten und Lebenshaltungskosten zwangsläufig explodieren. Um es einmal salopp auszudrücken- ohne Airport- im Erdinger Moos-nix los. Leider steigen die Gehälter nicht im gleichen Tempo.

In Hessens Finanz-Metropole Frankfurt, liegen die Gehälter rund 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Aber auch die Mieten und die Lebenshaltungskosten. Bayerns Hauptstadt München, mit vielen Verwaltungszentren globaler Unternehmen, liegt auf Platz Zwei. Die Zentrale der Schwerindustrie Düsseldorf, liegt an vierter Stelle der hohen Gehälter. Hannover und der relativ kleine Standort Hamburg, scheinen Opfer des vorher genannten Nord-Süd-Gefälles zu sein. Wenngleich die Hansestadt beim Pro Kopf-Einkommen an dritter Stelle liegt, ist das Durchschnittsgehalt für Kaufleute erheblich geringer als in Frankfurt. Und obwohl die Hauptstadt Berlin, in der inzwischen jede Firma gerne vertreten sein möchte, viele hochrangige-und gutbezahlte Regierungsangestellte beherbergt, ist der durchschnittliche Gehaltspegel davon bisher nicht sonderlich betroffen.
Wir haben Vergleichslisten zwischen vier Bundesländern erstellt. Die Zahlen, die wir aus verschiedenen Quellen zusammengetragen haben sind nicht repräsentativ, da sich der Markt ständig verändert und viele Statistiken aus unterschiedlichen Datenbanken erstellt werden. Dennoch glauben wir, Ihnen einen groben Überblick des Gehaltsgefälles in fünf Berufen vermitteln zu können.



